Die direkte Antwort
Bei Herzrasen und Panik hilft zuerst eine lange Ausatmung. Der übliche Rat „tief durchatmen“ macht Panik schlimmer, weil die Lunge schon zu voll ist. Atme durch gespitzte Lippen aus, bis sie leer ist. Dann zweimal kurz durch die Nase ein und lang durch den Mund aus. Danach atmest du zwei bis drei Minuten lang 4 Sekunden ein und 8 Sekunden aus. Jede lange Ausatmung bremst über den Vagusnerv den Herzschlag, und kaltes Wasser im Gesicht senkt den Puls zusätzlich. Eine Panikattacke erreicht ihren Höhepunkt meist nach etwa zehn Minuten und klingt nach 20 bis 30 Minuten ab. Mit der Atmung kürzt du diese Kurve ab.
Schlägt dein Herz gerade schnell, atme sofort mit. Drück auf Play und folge dem Kreis. Er wächst beim Einatmen und wird beim langen Ausatmen kleiner. In 30 Sekunden machst du drei doppelte Seufzer, genau wie in Schritt 3 der Akut-Übung.
Es ist kurz nach elf, du liegst im Bett, und plötzlich schlägt das Herz bis in den Hals. Du zählst die Schläge, sie werden schneller. Die Brust wird eng, die Finger kribbeln, und der Gedanke kommt sofort: Mit meinem Herzen stimmt etwas nicht.
Genau diesen Moment beschreiben mir Teilnehmer in fast jedem Kurs. Was dann im Körper abläuft, ist gut erforscht. Unterbrechen kannst du es mit deinem Atem, und den hast du überall dabei.
Ich bin Wirtschaftspsychologe, habe Hypnobreath® 2020 entwickelt und seitdem über 5.000 Kursteilnehmer begleitet. Oben atmest du direkt auf der Seite mit, darunter steht die Übung für den Notfall Schritt für Schritt. Danach erkläre ich, warum sie wirkt, wann Herzrasen harmlos ist und was du gegen die nächste Panikattacke tust.
Die Akut-Übung bei Herzrasen in vier Schritten
Diese Übung habe ich für den Moment gebaut, in dem der Kopf nicht mehr zählen will. Sie dauert drei Minuten. Du kannst sie im Bett, im Auto oder auf der Toilette im Büro machen, und niemand merkt etwas.
Die Notbremse in drei Minuten
- Boden spüren. Setz dich hin oder lehn dich mit dem Rücken an eine Wand. Drück beide Füße fest in den Boden und leg eine Hand flach auf das Brustbein.
- Erst ausatmen. Atme durch leicht gespitzte Lippen langsam aus, als wolltest du eine Kerze zum Flackern bringen, ohne sie auszublasen. Atme so lange aus, bis die Lunge leer ist. Hol erst danach Luft.
- Zwei Seufzer. Atme zweimal hintereinander durch die Nase ein, einen vollen Zug und einen kurzen obendrauf. Dann lang und hörbar durch den Mund aus. Wiederhole das ein zweites Mal.
- 4 ein, 8 aus. Atme 4 Sekunden durch die Nase ein, in den Bauch unter deiner Hand, und 8 Sekunden langsam aus. Zwei bis drei Minuten lang. Zähl im Kopf mit oder atme mit dem Kreis unter der Übung, dann zählst du gar nicht.
Ist kaltes Wasser in der Nähe, halte zum Schluss für 15 bis 30 Sekunden Stirn und Augen hinein oder leg dir ein nasses, kaltes Tuch auf das Gesicht.
Die meisten spüren nach der ersten Minute, wie der Schlag unter der Hand langsamer wird. Nach drei Minuten fühlen sich die Hände wärmer an, und der Kiefer lässt los. Der Satz „Atme mal tief durch“ führt bei Panik in die falsche Richtung. Wer in Panik tief einatmet, holt noch mehr Luft in eine Lunge, die schon zu voll ist. Deshalb beginnt die Übung mit dem Ausatmen. Den Takt für Schritt 4 hältst du mit dem Kreis direkt hier unten: 5,5 Sekunden ein, 5,5 Sekunden aus, ohne Pause dazwischen. Weiter unten führt dich meine Stimme durch eine Hörprobe aus einer ganzen Hypnobreath®-Session.
Was bei Herzrasen durch Angst im Körper passiert
Dein Herz schlägt nie im starren Takt. Beim Einatmen wird es ein wenig schneller, beim Ausatmen langsamer. Fachleute nennen das respiratorische Sinusarrhythmie. Der Vagusnerv tritt bei jeder Ausatmung kurz auf die Bremse. Je länger du ausatmest, desto länger bremst er. Darauf baut die ganze Akut-Übung.
Bei einer Panikattacke läuft das Gegenteil. Ein Signal im Körper, etwa ein Stolpern des Herzens, ein Schwindel beim Aufstehen oder Druck im Magen, landet im Gehirn als Gefahr. Die Nebennieren schütten Adrenalin aus, und der Puls steigt. Du spürst den schnellen Herzschlag, deutest ihn als Bedrohung, und das Gehirn legt noch mehr Adrenalin nach. Der britische Psychologe David Clark hat diesen Kreislauf 1986 beschrieben. Er erklärt bis heute am besten, warum eine Panikattacke sich in Minuten hochschaukelt.
Warum die Atmung den Kreislauf verstärkt
Unter Angst atmest du schnell und hoch in der Brust. Dabei atmest du mehr Kohlendioxid ab, als der Körper bildet. Der CO2-Wert im Blut fällt, die Blutgefäße im Gehirn ziehen sich zusammen, und die Nerven feuern leichter. Das erzeugt genau die Symptome, die Angst machen: Kribbeln in Händen und Lippen, Schwindel, Enge in der Brust, das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Du hast genug Sauerstoff im Blut und fühlst dich trotzdem, als würdest du ersticken.
| Was du spürst | Was dahinter steckt |
|---|---|
| Herz schlägt bis in den Hals | Adrenalin erhöht Puls und Schlagkraft |
| Enge in der Brust | Brustmuskeln und Zwerchfell sind angespannt, die Lunge ist zu voll |
| Kribbeln, taube Finger | zu wenig CO2 im Blut durch schnelles Atmen |
| Schwindel, Benommenheit | Blutgefäße im Gehirn ziehen sich bei wenig CO2 zusammen |
| Luftnot | du atmest zu viel, das Gehirn meldet trotzdem Mangel |
| Zittern, Schwitzen | der Sympathikus bereitet die Muskeln auf Flucht vor |
Die lange Ausatmung greift an zwei Stellen gleichzeitig. Sie bremst den Herzschlag über den Vagusnerv und lässt den CO2-Wert wieder steigen. Beides meldet dem Gehirn, dass keine Gefahr besteht. Wie dieser Nerv arbeitet, erkläre ich ausführlich im Ratgeber Vagusnerv stimulieren.
Herzrasen: Was sonst sofort hilft
Die Atmung wirkt immer und überall. Diese Hausmittel kommen dazu, wenn du gerade die Gelegenheit hast. Alle setzen am selben Punkt an: Sie aktivieren den Vagusnerv, und der bremst das Herz.
1. Kaltes Wasser ins Gesicht
Halte Stirn, Augen und Wangen 15 bis 30 Sekunden in eine Schüssel mit kaltem Wasser und halte dabei die Luft an. Das löst den Tauchreflex aus, den alle Säugetiere haben. Der Herzschlag wird innerhalb von Sekunden langsamer. Eine Kühlpackung oder ein nasses, kaltes Tuch wirken ähnlich.
2. Das Valsalva-Manöver
Atme normal ein, schließ den Mund, halt dir die Nase zu und presse 15 Sekunden lang, als würdest du einen Luftballon aufblasen, der sich nicht aufblasen lässt. Kardiologen setzen diese Technik bei bestimmten Formen von Herzrasen gezielt ein. In einer Studie mit 433 Patienten (Appelboam und Kollegen, The Lancet, 2015) kam das Herz mit dem klassischen Manöver bei 17 von 100 in den normalen Rhythmus zurück. Legten sich die Patienten direkt nach dem Pressen hin und hoben die Beine für 15 Sekunden an, waren es 43 von 100.
3. Kaltes Wasser trinken
Trink ein großes Glas kaltes Wasser in kleinen, schnellen Schlucken. Die Kälte und das Schlucken reizen den Vagusnerv im Hals und in der Speiseröhre. Wer dabei aufstoßen muss, verstärkt den Effekt.
4. Summen
Summ beim Ausatmen einen tiefen Ton mit geschlossenem Mund, fünf bis zehn Atemzüge lang. Das verlängert die Ausatmung von selbst, und die Vibration im Hals erreicht Äste des Vagusnervs. Gut, wenn der Kopf zu voll zum Zählen ist.
5. Koffein und Nikotin weglassen
Kaffee, Energydrinks, Cola und Zigaretten treiben den Puls zusätzlich. Koffein wirkt fünf Stunden und länger nach. An einem Tag mit Herzrasen lässt du sie ganz weg.
| Methode | Dauer | Passt besonders |
|---|---|---|
| Akut-Übung (Ausatmen, Seufzer, 4 zu 8) | 3 Min. | immer und überall, bei Panik |
| Kaltes Wasser ins Gesicht | 30 Sek. | zu Hause, wenn der Puls sehr hoch ist |
| Valsalva-Manöver | 15 Sek. pressen, 15 Sek. Beine hoch | plötzliches, sehr schnelles Herzrasen |
| Kaltes Wasser trinken | 1 Min. | unterwegs |
| Summen | 1 bis 2 Min. | vollem Kopf, Grübeln |
Ist Herzrasen gefährlich?
Von Herzrasen, medizinisch Tachykardie, spricht man ab 100 Schlägen pro Minute in Ruhe. Das klingt viel. Wer zügig zwei Stockwerke hochläuft, hat denselben Puls, und niemand macht sich deshalb Sorgen. Ein gesundes Herz schafft beim Sport 150 bis 180 Schläge pro Minute, eine Stunde lang.
Herzrasen durch Stress, Angst oder Panik ist dieselbe Reaktion wie beim Treppensteigen. Der Unterschied liegt im Kopf. Beim Sport weißt du, warum dein Herz schnell schlägt. Auf dem Sofa fehlt die Erklärung, und das Gehirn greift fast immer zur bedrohlichsten.
Fühlt sich an wie ein Herzinfarkt
Viele, die ihre erste Panikattacke erleben, fahren in die Notaufnahme, weil sie sicher sind, dass es das Herz ist. Die Brust wird eng, der linke Arm kribbelt, das Herz hämmert. Der Druck kommt bei einer Panikattacke meist von angespannten Brustmuskeln und einem Zwerchfell, das sich nicht mehr senkt. Typisch für Panik ist, dass die Symptome mit Angst einsetzen, sich beim langen Ausatmen verändern und nach 20 bis 30 Minuten abklingen.
Herzrasen, das vom Magen kommt
Ein voller Magen oder Blähungen drücken das Zwerchfell nach oben und reizen den Vagusnerv. Dann stolpert das Herz oder rast, besonders abends im Liegen nach einem großen Essen. Dieses Muster heißt Roemheld-Syndrom. Kleinere Portionen am Abend und zehn Minuten Gehen nach dem Essen nehmen den Druck.
„Meine Unruhe aufgrund einer schwierigen emotionalen Situation wird täglich weniger. Mein Puls ist von 90 auf 70 gesunken. Mein Herzrasen ist fast weg.“
Teilnehmerstimme, eine Woche nach Kursbeginn
Wie sich eine Panikattacke anfühlt und warum sie aus dem Nichts kommt
Eine Panikattacke kommt meist ohne Vorwarnung. Das Herz hämmert, die Brust wird eng, die Hände kribbeln. Dazu kommen Schwindel, Zittern, Schwitzen und Luftnot. Im Kopf steht ein einziger Gedanke: Ich sterbe, ich verliere die Kontrolle, ich werde verrückt. Manche erleben die Umgebung plötzlich wie hinter Glas, als würden sie sich selbst von außen zusehen.
Häufig ist das nicht. In einer Auswertung der Gesundheitsbefragungen der Weltgesundheitsorganisation mit über 140.000 Menschen aus 25 Ländern (de Jonge und Kollegen, Depression and Anxiety, 2016) hatten 13 von 100 mindestens einmal im Leben eine Panikattacke. Wer neben dir in der Bahn sitzt, kennt das Gefühl mit einiger Wahrscheinlichkeit selbst.
Warum Panikattacken aus dem Nichts kommen
Sie wirken nur so. In den Gesprächen mit meinen Teilnehmern taucht fast immer dieselbe Vorgeschichte auf: Wochen mit zu wenig Schlaf, ein Projekt, ein Streit, eine Krankheit in der Familie, vier Tassen Kaffee am Tag. Die Grundspannung steigt langsam, und du gewöhnst dich daran. Dann reicht ein kleiner Auslöser. Oft kommt die Attacke sogar, wenn es endlich ruhig wird, abends auf dem Sofa oder am ersten Urlaubstag. Solange du beschäftigt bist, überdeckt die Aktivität das Signal.
Eine einzelne Panikattacke ist eine Alarmreaktion zur falschen Zeit. Von einer Panikstörung spricht man, wenn die Attacken wiederkehren und die Angst vor der nächsten den Alltag bestimmt. Laut derselben Auswertung trifft das knapp 2 von 100 Menschen. Was bei Angst im Atem passiert und welche Übung in welchem Moment passt, steht in meinem Ratgeber Atemübungen gegen Angst.
Panikattacke: Was tun als Außenstehender?
Wenn dein Partner, eine Freundin oder ein Kollege neben dir eine Panikattacke hat, überträgt sich die Unruhe schnell. Dein eigener Atem ist das Wichtigste, das du anbieten kannst. Der Mensch in Panik richtet sich unbewusst nach dir.
- Bleib da und sprich langsam. Kurze Sätze, leise Stimme. „Ich bin bei dir. Das ist eine Panikattacke. Sie geht vorbei.“
- Atme vor. Atme sichtbar und hörbar lang durch die Lippen aus und sag: „Atme mit mir aus.“ Lass den Satz „Atme tief durch“ weg, er führt zu noch mehr Einatmen.
- Zähl mit. Zähl beim Ausatmen laut bis acht, beim Einatmen bis vier. So muss die Person selbst nichts zählen.
- Gib dem Körper etwas. Ein kaltes Glas in die Hand, die Füße fest auf den Boden, ein Fenster auf. Frag, ob ein ruhigerer Ort hilft.
- Hör danach zu. Nach der Attacke sind die meisten erschöpft und beschämt. Frag nicht nach dem Warum. Bleib einfach noch ein paar Minuten.
Die Papiertüte aus alten Filmen lässt du weg. Sie hebt den CO2-Wert unkontrolliert an, und viele bekommen darin noch mehr Angst, keine Luft zu bekommen. Die lange Ausatmung erreicht dasselbe Ziel ruhiger.
Panikattacken vorbeugen: Was langfristig hilft
Die Akut-Übung holt dich aus der Attacke. Damit die nächste gar nicht erst kommt, senkst du die Grundspannung, auf der sie wächst. Dafür reichen wenige Minuten am Tag, wenn du sie regelmäßig übst.
Täglich langsam atmen
Wer langsames Atmen trainiert, verändert die Ausgangslage seines Nervensystems. Die Forscherin Alicia Meuret und ihr Team ließen Menschen mit Panikstörung vier Wochen lang täglich zweimal 17 Minuten langsam und flach atmen, mit einem Messgerät für den CO2-Wert (Journal of Psychiatric Research, 2008). Danach waren Häufigkeit und Stärke der Panikattacken deutlich gesunken, und der Effekt hielt auch nach einem Jahr noch. Ohne Messgerät übst du mit der 4-7-8-Atmung oder mit zehn Minuten 4 ein, 6 aus am Abend.
Koffein und Schlaf
Koffein löst bei Menschen, die zu Panik neigen, in hoher Dosis selbst Attacken aus. Wer Herzrasen kennt, trinkt den letzten Kaffee vor 14 Uhr. Feste Schlafzeiten senken die Grundspannung mehr als lange Nächte am Wochenende. Was dein Nervensystem über den Tag ruhiger macht, steht im Ratgeber Nervensystem beruhigen.
Den Körper mit dem Herzrasen vertraut machen
Panik lebt von der Angst vor dem eigenen Herzschlag. Wer regelmäßig erlebt, dass ein schneller Puls von selbst wieder fällt, verliert diese Angst. Treppensteigen, zügiges Gehen oder ein kurzer Lauf zeigen dem Gehirn jedes Mal: Schnelles Herz heißt Bewegung, keine Gefahr.
Geführte Session: Ruhe, ohne selbst zu zählen
Allein zählen ist genau dann schwer, wenn das Herz rast. Viele meiner Teilnehmer üben deshalb mit einer geführten Session, an ruhigen Tagen, damit der Körper den Weg in die Ruhe kennt, wenn es darauf ankommt.
Bei Hypnobreath® laufen Hypnose, Breathwork und Musik gleichzeitig in einer Session. Du liegst, Kopfhörer auf, und atmest im Takt der Musik durch die Nase. Die Ausatmung ist länger als die Einatmung, der Atem bremst dein Herz also mit jedem Zug. Meine Stimme führt dich währenddessen in die Hypnose, und die verändert, wie dein Körper auf Stress reagiert. Nach 25 bis 60 Minuten liegen die meisten still da, die Hände warm, der Puls langsam.
Wer zu Panik neigt, hat beim Wort Breathwork oft Bilder von schnellem, heftigem Atmen im Kopf. Bei Hypnobreath® atmest du langsam durch die Nase, im Takt der Musik, ohne Überatmen. Unter über 5.000 Kursteilnehmern gab es keinen einzigen Panikvorfall.
Hör selbst. Das sind drei Minuten aus dem Regenerations-Booster, einer ruhigen Session für zwischendurch. Du atmest doppelt so lang aus wie ein, und meine Stimme führt dich in die Schwere.
„Hatte eine sich aufbauende Panikattacke […] Und dank Dir, durften sie wieder sein und weg war die Attacke!“
Birgid, Kursteilnehmerin

Claudia hat mir nach ihrem Kurs geschrieben: „Ich war noch nie so tief in Trance […] Ach ja, meine Panikattacken sind auch weg“. Für Hypnobreath® gibt es eine Bachelorarbeit von Nadine Vergote an der DIPLOMA Hochschule (Private Fachhochschule Nordhessen), 2024: 15 Probanden, sieben Wochen, Vorher-nachher-Vergleich ohne Kontrollgruppe. Danach lagen Resilienz (RS-13) 13% und Atemeffizienz (BOLT) 43% höher und der Wert für Schlafprobleme (PSQI) 27% niedriger.
Für den Moment, in dem das Herz rast.
Der doppelte Seufzer holt den Puls in wenigen Atemzügen runter. Wenn das Herz rast, willst du aber keine Anleitung lesen. In meinen Atem-Shots tippst du einmal, und die Ansage atmet mit dir, drei Minuten lang oder so lange, bis du ruhig bist.
Zu den Atem-Shots 69€ einmalig, kein Abo · 14 Tage Geld zurückHäufige Fragen zu Herzrasen und Panik
Herzrasen: Was hilft sofort?
Lang ausatmen. Atme durch gespitzte Lippen aus, bis die Lunge leer ist, danach zwei physiologische Seufzer und dann 4 Sekunden ein, 8 Sekunden aus. Jede lange Ausatmung bremst über den Vagusnerv den Herzschlag. Kaltes Wasser im Gesicht verstärkt das, der Tauchreflex senkt den Puls innerhalb von Sekunden. Bei Herzrasen durch Stress oder Panik spüren die meisten nach zwei bis drei Minuten, wie das Herz langsamer schlägt.
Welche Hausmittel helfen gegen Herzrasen?
Kälte, Wasser und Atem. Halte das Gesicht 15 bis 30 Sekunden in eine Schüssel mit kaltem Wasser oder leg dir ein kaltes Tuch auf Stirn und Augen. Trink ein großes Glas kaltes Wasser in kleinen, schnellen Schlucken. Presse beim Valsalva-Manöver 15 Sekunden lang wie beim Stuhlgang gegen die geschlossene Kehle und leg dich danach hin, die Beine hoch. Koffein, Energydrinks und Nikotin lässt du an diesem Tag weg.
Ist Herzrasen gefährlich?
Herzrasen durch Stress, Angst oder Panik ist dieselbe Reaktion wie beim Treppensteigen. Ein gesundes Herz schafft beim Sport 150 bis 180 Schläge pro Minute über eine Stunde. Eine Panikattacke treibt den Puls meist deutlich über 100 und hält das selten länger als eine halbe Stunde. Das fühlt sich bedrohlich an und belastet das Herz kaum mehr als ein zügiger Lauf.
Wie hoch ist der Puls bei Herzrasen?
Von Herzrasen, medizinisch Tachykardie, spricht man ab 100 Schlägen pro Minute in Ruhe. Bei einer Panikattacke steigt er oft deutlich darüber. Die meisten erleben ihn noch höher, als er ist, weil sie jeden Schlag bis in den Hals spüren.
Wie lange dauert Herzrasen bei einer Panikattacke?
Eine Panikattacke erreicht ihren Höhepunkt meist nach etwa zehn Minuten und klingt nach 20 bis 30 Minuten ab. Das Herzrasen folgt dieser Kurve. Mit langer Ausatmung beginnt der Puls oft schon nach zwei bis drei Minuten zu fallen.
Was hilft bei Panikattacken?
Im Moment der Attacke hilft die lange Ausatmung: erst ausatmen, dann zwei physiologische Seufzer, danach 4 Sekunden ein und 8 Sekunden aus. Drück die Füße in den Boden und benenne fünf Dinge, die du siehst. Langfristig hilft alles, was deine Grundspannung senkt: tägliches Atemtraining mit langer Ausatmung, weniger Koffein und eine Methode, die dein Nervensystem regelmäßig in tiefe Ruhe bringt, zum Beispiel eine Hypnobreath®-Session.
Panikattacke: Was tun als Außenstehender?
Bleib bei der Person und sprich langsam und leise. Sag ihr, dass es eine Panikattacke ist und dass sie vorbeigeht. Sag nicht „Atme tief durch“. Atme ihr lieber sichtbar und hörbar lang aus und lass sie mitmachen. Bring sie an einen ruhigeren Ort, wenn sie das will, und gib ihr etwas Kaltes in die Hand. Nach der Attacke hörst du zu, ohne sie auszufragen.
Wie fühlt sich eine Panikattacke an?
Sie kommt meist plötzlich. Das Herz hämmert, die Brust wird eng, die Hände kribbeln oder werden taub. Dazu kommen Schwindel, Zittern, Schwitzen und das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Viele denken in diesem Moment, sie bekommen einen Herzinfarkt, verlieren die Kontrolle oder werden verrückt. Manche erleben die Umgebung plötzlich wie hinter Glas.
Warum kommen Panikattacken aus dem Nichts?
Sie wirken nur so. Meist ist die Grundspannung über Wochen gestiegen, durch Stress, wenig Schlaf oder viel Kaffee. Dann reicht ein kleines Körpersignal, ein Stolpern des Herzens oder ein Schwindel beim Aufstehen. Das Gehirn deutet es als Gefahr, schüttet Adrenalin aus, das Herz schlägt schneller, und die Angst steigt weiter. Der Psychologe David Clark hat diesen Kreislauf 1986 beschrieben.
Wie oft haben Menschen Panikattacken?
In einer Auswertung der WHO-Gesundheitsbefragungen mit über 140.000 Menschen aus 25 Ländern hatten 13 von 100 mindestens einmal im Leben eine Panikattacke. Eine Panikstörung mit wiederkehrenden Attacken und der Angst vor der nächsten entwickelten knapp 2 von 100.
Ist eine Panikattacke eine Krankheit?
Eine einzelne Panikattacke ist eine Alarmreaktion des Körpers, die zur falschen Zeit kommt. Von einer Panikstörung spricht man, wenn Attacken wiederholt auftreten und die Angst vor der nächsten Attacke den Alltag bestimmt. Beides spricht gut auf Atemtraining an, weil die Atmung den Kreislauf aus Herzrasen und Angst direkt unterbricht.
Kann Herzrasen vom Magen kommen?
Ja. Ein voller Magen oder Blähungen drücken das Zwerchfell nach oben und reizen den Vagusnerv. Viele spüren dann Herzstolpern oder Herzrasen, vor allem abends im Liegen. Das nennt man Roemheld-Syndrom. Kleinere Mahlzeiten am Abend und ein Spaziergang nach dem Essen nehmen den Druck.
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Mach die Akut-Übung heute einmal, wenn dein Herz ruhig schlägt. Leg die Hand auf das Brustbein und spür, wie der Schlag beim Ausatmen langsamer wird. Dann kennt dein Körper den Weg, wenn das nächste Herzrasen kommt.
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- Clark, David M.: A cognitive approach to panic. Behaviour Research and Therapy, 24(4), 1986, 461 bis 470.
- de Jonge, Peter et al.: Cross-national epidemiology of panic disorder and panic attacks in the world mental health surveys. Depression and Anxiety, 33(12), 2016, 1155 bis 1177.
- Appelboam, Andrew et al.: Postural modification to the standard Valsalva manoeuvre for emergency treatment of supraventricular tachycardias (REVERT). The Lancet, 386(10005), 2015, 1747 bis 1753.
- Meuret, Alicia E.; Wilhelm, Frank H.; Ritz, Thomas & Roth, Walton T.: Feedback of end-tidal pCO2 as a therapeutic approach for panic disorder. Journal of Psychiatric Research, 42(7), 2008, 560 bis 568.
- Balban, Melis Yilmaz et al.: Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal. Cell Reports Medicine, 4(1), 2023, 100895.
- Russo, Marc A.; Santarelli, Danielle M. & O'Rourke, Dean: The physiological effects of slow breathing in the healthy human. Breathe, 13(4), 2017, 298 bis 309.
- Vergote, Nadine (2024): Bachelorarbeit zur Evaluation eines siebenwöchigen Hypnobreath®-Programms. DIPLOMA Hochschule (Private Fachhochschule Nordhessen), Studiengang Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren. Prä-Post-Vergleich, 15 Probanden, 7 Wochen, ohne Kontrollgruppe. Ergebnisse: Resilienz (RS-13) +13%, Schlafqualität (PSQI, niedriger ist besser) −27%, Atemeffizienz (BOLT) +43%, kognitive Leistungsfähigkeit (D2) +16%.